Ob jeder Freude seh ich schweben
Den Geier bald, der sie bedroht.
Was ich geliebt, gesucht im Leben,
Es ist verloren, oder tot.
Fortriß der Tod in seinem Grimme
Von meinem Glück die letzte Spur:
Das Menschenherz hat keine Stimme
Im finstern Rate der Natur.
Ich will nicht länger töricht haschen
Nach trüber Fluten hellem Schaum,
Hab aus den Augen mir gewaschen
Mit Tränen scharf den letzten Traum.
(Nikolaus Lenau)
LEHRERS GEBET
Gott gebe mir
die Gelassenheit
zur Annahme der Dinge,
die ich nicht ändern kann,
den Mut
zur Veränderung dessen,
was in meiner Macht steht,
und die Weisheit,
den Unterschied zu erkennen.
Und sei du bei mir bei all dem, was heute noch vor
mir liegt.
Amen.
Dienstag, 23. September 2008
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